Der letzte Versuch

Stephanie war bereits in Folge #111 von Kinderwunschlosglücklich zu Gast (Link siehe unten). Damals sagte sie einen Satz, der vielen Zuhörer:innen im Gedächtnis geblieben ist: „Ich möchte nicht die Happy End -Geschichte sein, falls es klappt!“

Heute ist sie wieder da. Und sie erzählt eine Geschichte, die sie selbst nie erzählen wollte.

Nach sechs Jahren Kinderwunschbehandlung, mehreren Fehlgeburten, biochemischen Schwangerschaften, einer leeren Fruchthülle und unzähligen Hoffnungen und Enttäuschungen wurde Stephanie schwanger.

Doch diese Folge soll eben keine klassische Happy-End-Geschichte sein.

Denn Stephanie erzählt offen, dass eine Schwangerschaft den Schmerz der vergangenen Jahre nicht einfach auslöscht. Sie spricht darüber, wie ihre Beziehung beinahe an der Kinderwunschzeit zerbrochen wäre, wie unterschiedlich sie und ihr Partner getrauert haben und warum sie rückblickend sagen kann: Es war ein sch*** Weg – denn der Preis war zu hoch.

Besonders eindrücklich beschreibt sie den Moment, als ihr Partner innerlich bereits Abschied vom Kinderwunsch genommen hatte, während ihr Körper eine nicht intakte Schwangerschaft noch nicht loslassen konnte. Zwei Menschen, die gleichzeitig in völlig unterschiedlichen Phasen des Abschieds feststeckten.

Als schließlich der letzte Versuch doch noch stattfand und der Schwangerschaftstest positiv war, war Stephanies erste Reaktion: „Es ist noch immer nicht vorbei.“

Stephanie erzählt außerdem von der außergewöhnlichen Begleitung durch ihre Kinderwunschärztin und gibt euch einen Überblick über die Möglichkeit einer Präimplantationsdiagnostik (PID) nach wiederholten Fehlgeburten.

Bitte sagt Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch nicht, sie seien „schwanger geworden, weil sie losgelassen haben“. Dieser Satz verletzt bis heute. Denn ihre Schwangerschaft ist nicht die Belohnung für sechs Jahre Leid. Der Weg bleibt schmerzhaft.

Und genau deshalb möchte Stephanie, dass ihre Geschichte vollständig erzählt wird.

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