Was passiert eigentlich, wenn wir im Alter Hilfe brauchen – und keine Kinder oder nahen Angehörigen da sind, die sich kümmern können?
Darüber spreche ich in dieser Folge von Kinderwunschlosglücklich mit Jenny, die beruflich in einer Betreuungsbehörde arbeitet. Täglich begegnet sie Menschen, die nicht rechtzeitig vorgesorgt haben und deren Angelegenheiten dann von Fremden geregelt werden müssen. Sie erklärt, wie gesetzliche Betreuung tatsächlich funktioniert, welche Missverständnisse es gibt und warum wir keine Angst davor haben müssen, Hilfe anzunehmen.
Wir sprechen darüber, welche Möglichkeiten insbesondere kinderlose Menschen schon zwischen 30 und 50 haben, um ihre Selbstbestimmung zu sichern. Und Ängste vor Zwangsbetreuung zu nehmen, denn sie erklärt auch, warum niemand gezwungen werden kann, eine Betreuung zu übernehmen, weshalb das Amtsgericht Betreuungsvorschläge prüft und was passiert, wenn keinerlei Vorsorge getroffen wurde.
Außerdem werfen wir einen Blick auf die emotionale Seite des Themas: Warum viele Menschen Hilfe so lange wie möglich vermeiden, weshalb das Annehmen von Unterstützung oft schwerfällt und was wir aus belastenden Lebenssituationen – auch im unerfüllten Kinderwunsch – über Selbstfürsorge lernen können.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie wir unser Leben schon heute leichter machen können.
In dieser Folge erfährst du:
• Wie gesetzliche Betreuung wirklich funktioniert
• Was passiert, wenn niemand für dich Entscheidungen treffen kann
• Warum eine Vorsorgevollmacht für Unverheiratete besonders wichtig ist
• Wozu eine Betreuungsverfügung dient
• Wie du deine Patientenverfügung sinnvoll hinterlegst
• Warum Vorsorge bereits ab 30 Jahren sinnvoll sein kann
• Weshalb Nachbarschaft und soziale Netzwerke im Alter so wertvoll sind
• Wie du mehr Selbstbestimmung für deine Zukunft schaffen kannst
Hilfreiche Links:
• Vorsorgeregister:
• Informationen zu Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung beim Bundesministerium der Justiz: hier klicken.